Fragen zur Fertigung

Preise

Die Preise für unsere Sonderanfertigungen beginnen bei 40 €.

Stückkosten

Die Stückkosten fallen stark mit der Stückzahl. Pro Auftrag besteht ein unvermeidbarer aber nur einmaliger, Aufwand an Maschinenrüsten. Kostet ein Werkstück 70 € als Einzelteil, so kosten womöglich 5 Stück nur 150 €. Bei höheren Stückzahlen kann zudem weiter automatisiert/optimiert werden (Stangenlader, mehrspindlige Drehmaschinen).

Materialpreise

Materialkosten spielen bei Einzelteilen mit kleinen Abmaßen unter 50 mm eine untergeordnete Rolle. Materialkosten steigen mit dem Durchmesser etwa quadratisch (entsprechend der Zunahme der Fläche). Die Mehrzahl unserer Materialien liegt bei mehreren € pro kg. Am teuersten sind die Werkstoffe V2A, V4A und insbesondere Bronze, die über 10 € pro kg kosten.

Lagernde Materialien

Informationen unter Fertigung.

Wer fertigt die Teile?

Seit Januar 2016 haben wir unsere eigene Produktion, um kurze Lieferzeiten und maximale Qualität sicherzustellen. Bei Sonderwünschen stehen unsere Partnerfirmen zur Seite, bei denen es sich ausschließlich um Deutsche Fachbetriebe handelt.

Qualität

Wir halten uns an die Technischen Lieferbedingungen des Verbandes der Deutschen Drehteile-Industrie.

Musterteile

Bei Serien ab 10 Stück können Sie ein Musterteil erhalten (um beispielsweise vorab zu testen/modifizieren). Folgt der Auftrag für die Serie, erhalten Sie das Musterteil zum Serienpreis; andernfalls wird es als Einzelteil abgerechnet.

Das Verfahren Drehen

Drehen gehört zusammen mit Fräsen zu den am häufigsten angewendeten Verfahren im Bereich der Metallzerspanung. Bearbeitet werden vornehmlich Metalle, aber auch Kunststoffe. Beim Drehen wird das Werkstück gedreht und mittels stillstehenden Werkzeug Material abgetragen. So entsteht ein rotationssymmetrisches Bauteil. Typische Anwendungen sind Spitzen, Düsen, Armaturen, vor allem aber Maschinenbauteile aus der Antriebstechnik wie Lager, Wellen, Zahräder, Zylinder oder Kolben. Außerdem Flansche, wie sie zur Befestigung von Elektromotoren oder zum Fügen von Rohren benötigt werden.

Genauigkeit

Mechanisch funktionale Teile wie drehende Wellen oder Gelenke, vor allem Teile, die zueinander passen sollen, benötigen hohe Genauigkeit. Das theoretische Nennmaß kann in der Praxis nicht erreicht werden und Genauigkeit ist ein Hauptkostenpunkt in der mechanischen Fertigung. Die Genauigkeit der Maße wird mittels Toleranzen angegeben — jedes Maß besitzt eine Toleranz. Die maximale Genauigkeit beim Drehen liegt bei etwa bei ± 0,01 mm. Für hochgenaue Anwendungen werden Teile vorgedreht und anschließend auf Rundschleifmaschinen nachgeschliffen, wobei die Genauigkeit in den Bereich von einstelligen Tausendstel Millimeter geht.

Toleranzen

Achten Sie stehts darauf, dass genaue Maße (z. B. wenn das Teil zu einem Gegenstück passen muss) stehts eine sinnvolle Toleranz erhalten. Alle nicht tolerierten Maße einer Zeichnung fallen unter die Allgemeintoleranz. Diese kann für viele Anwendungen zu grob sein. Ein Bolzen mit Durchmesser 32 mm erhält beispielsweise die Tolerant ± 0,3 mm. Für hohe Maßhaltigkeit, fertigen wir stets auf Toleranzmitte. Eine Maß mit 50 mm und + 0,1 mm Toleranz wird demnach auf 50,05 mm ± 0,05 mm gefertigt.

Passungen

Für genaue Durchmessermaße wird oft das Passungssystem zur Definition der Toleranz verwendet. Die Definition von Passungen erfolgt über das Passungssystem, das sich stets aus zwei Kenngrößen zusammensetzt: Einer Angabe zur Lage der Toleranz (über/unter dem Nenndurchmesser) und einer Genauigkeitsangabe. Die Passung "H7" gibt zum Beispiel an, dass es sich um ein Passung mit der Lage "H" (= nah am Nenndurchmesser) mit Genauigkeit "7" handelt. H7 ist für viele Kugellager die richtige Passung - kaum Spiel, aber noch von Hand einschiebbar. Bei Passungen ist Toleranzklasse 7 (z.B. Passung H7) Standard beim CNC-Drehen. Auch Toleranzklasse 6 lässt sich noch erreichen. Für höhere Genauigkeit müssen die Teile nach dem Drehen zusätzlich rundgeschliffen werden.

Radien

Viele Wendeschneidplatten haben eine Eckradius von 0,4 mm. Innenliegenede Ecken der gedrehten Kontur können daher nicht scharfkantig gefertigt werden. Es ist für die Stabilität zudem vorteilhafter, da scharfe Übergänge Bauteile schwächen. Sind Radien allerdings unzulässig (weil das Teil beispielsweise bis auf Anschlag eingeschraubt werden soll und durch den Radius behindert würde), so muss ein Freistich aufgebracht werden. Kugeln, Freistiche, kleine Radien lassen sich schlecht messen. Schwer zu kontrollieren sind weiterhin die Toleranzen von Radien. Hier muss aufwändig mit Koordinatenmessmaschinen vermessen werden und diese sind entsprechend teuer.

Oberflächen

Beim Drehen werden sehr glatte Oberflächen erreicht. Die Oberflächengüte ist besser als bei Fräsen, weil die Spandicke konstant ist und der Zerspanungsvorgang stabiler (geringere Vibrationsneigung) abläuft. Weitere Informationen finden Sie im CNC-Blog Precifast.

Gewinde

Durch Gewindedrehen können viel Gewindegrößen hergestellt werden. Gewinde können nicht bis auf Anschlag gedreht werden — es ist stets Auslauf für das Werkzeug erforderlich. Dieser Raum beträgt etwa zwei bis dreifache Gewindesteigung.

Freistiche

Drehmeißel haben an der Schneide Radien, sodass am Werkstück keine scharfen Kanten, sondern Rundungen entstehen. Soll ein Gegenstück passgenau an den Flächen des Werkstücks anliegen, stören diese Rundungen, weil das Gegenstück hier ansteht. Mit einem Freistich wird Material abgetragen, sodass ein Freiraum entsteht. Freistiche werden fertigungsbedingt (Auslauf für Werkzeug) oder montagebedingt benötigt. Weiter Informationen im CNC-Blog Precifast.

Fragen zur Bestellung

Dauer der Angebotserstellung

Wir senden schnellstmöglich ein Angebot. Dies dauert in der Regel maximal drei Tage.

Lieferzeit

Die Lieferzeiten liegen derzeit im Zeitraum von 1 - 3 Wochen. Wir arbeiten daran unsere Lieferzeiten zu reduzieren. Viele der angeboteten Materialien haben wir inzwischen bis Durchmesser 120 mm auf Lager.

Bezahlung

Wir fertigen erst nach Zahlungseingang. Derzeit bieten wir Vorauskasse als Zahlungsmittel an. Bei größeren Aufträgen ist Zahlung auf Rechnung möglich.

Auftrag stornieren

Melden Sie sich am besten sofort telefonisch. Wir stoppen den Auftrag soweit noch möglich. Bitte haben Sie Verständnis, dass ein in Produktion befindlicher Auftrag nicht storniert werden kann.

Lieferungen außerhalb Deutschlands

Aktuell liefern wir nur an Kunden in Deutschland. Es ist geplant, die Plattform zu internationalisieren.

Fragen zum Online-CAD

Bedienung des Online-CAD

Eine kurzes Introvideo sowie mehrere Tutorialvideos befinden sich auf unserem Youtube Kanal. Bei Fragen stehen wir stets zur Verfügung.

CAD-Vorlagen

Für einen schnellen Einstieg ins CAD empfehlen wir Ihnen die Vorlagen zu verwenden. Vielleicht ist Ihr benötigtes Werkstück schon dabei, sodass nur noch kleine Änderungen nötig sind.

Kosten?

Kosten entstehen nur bei einer Bestellung. Softwarenutzung und Anfragen sind kostenlos.

Feature im CAD noch nicht vorhanden?

Senden Sie uns direkt ihre Zeichnung und wir erstellen unverbindlich ein individuelles Angebot. Wir arbeiten an der Erweiterung der Funktionalität des CAD, sodass bald mehr Optionen im CAD verfügbar sind. Teilen Sie uns mit, was noch fehlt und wir bemühen uns die Funktion zeitnah einzubauen.

Welche Features kommen noch ins CAD?

Geplant sind radiale Bohrungen/Lochkreise, Axialbohrungen, Fräsungen von Schlüsselweiten, Gravur und zöllische Gewinde. Die Fehlerprüfung wird weiter ausgebaut werden und die Kalkulation wird direkt Auskunft zu kostentreibenden Features geben. Weiterhin ist der 3D Export als STEP, IGES und STL geplant.

Kann ich mein im CAD gezeichnetes Teil hochladen?

Aufgrund der Vielfalt an CAD-Formaten, dem Fehlen von Standards sowie dem Fehlen wichtiger Fertigungsdaten wie Toleranzen und Oberflächengüte in einigen Formaten, ist ein Konvertierung schwer möglich. Das Online-CAD wird daraufhin optimiert, gängige Teile einfach und schnell zu zeichnen. Die Entwicklung unserer eigenen CAD/CAM Kette ermöglicht ein Maximum an Automatisierung, Prozessoptimierung und Fehlervermeidung. Gerne erstellen wir ein individuelles Angebot, wenn Sie Ihre Zeichnung per Mail senden.

Systemanforderungen des Online-CAD

Eine aktueller Browser ist erforderlich. Wegen hohem Programmieraufwand wird das CAD nicht für ältere Versionen des Internet Explorers unter Version 10 angepasst. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser (auch im Eigeninteresse - Sicherheitslücken), falls erforderlich.

Datenschutz

Wir nehmen Datenschutz ernst und halten unsere IT auf dem neuesten Stand. Alle Verbindungen zu RAPIDFACTURE-Servern werden durch SSL-Verschlüsselung geschützt. Unsere Server befinden sich in München. Fertigungpartner sind bei uns zum Datenschutz verpflichtet. Zeichnungen und Kundendaten werden nur weitergegeben, wenn es für die Produktion und Abwicklung des Auftrags erforderlich ist. Zeichnungen, die im CAD ohne Login erstellt werden oder Zeichnugen, die weder explizit gespeichert oder in den Warenkorb gelegt werden, werden nicht gespeichert.

Kostengerechtes Konstruieren
  • Genauigkeit verursacht Kosten. Tolerieren Sie nur so genau, wie für die Funktion erforderlich. Präzise Teile müssen zunächst grob herausgearbeiten, nachvermessen und dann feinbearbeitet werden.
  • Die Durchmessermaße vieler Rohmaterialien sind oftmals runde Maße wie 20, 60 oder 80 mm. Falls möglich, konstruieren sie den größten Durchmesser 1 mm kleiner als das nächste runde Maß - z. B. 119 anstatt 120 mm. So kann das Teil mit geringem Aufwand aus dem Rohmaterial 120 mm gefertigt werden.
  • Große Verhältnisse von Länge zu Durchmesser verursachen Aufwand - ideal sind Verhältnisse unter 4:1. Lange dünne Wellen biegen sich bei der Bearbeitung durch, sodass die Bearbeitungsgeschwindigkeit herabgesetzt werden muss. Bei der Bearbeitung von Innenkonturen biegen sich die Werkzeuge weg, was zum Verlust der Genauigkeit führt. Mit einer Zwischenlagerung (Lunette) können auch sehr lange Werkstücke noch gedreht werden - wir bieten diese Option aber nicht an. Gezogene/geschliffene Wellen können jedoch mit wenig Aufwand an den Enden bearbeitet werden.
  • Unter unseren Standardmaterialien sind V2A, V4A und Bronze am teuersten. Bei Einzelteilen unter 50 mm sind die Materialkosten oft vernachlässigbar, steigen jedoch stark mit dem Durchmesser.
  • Aluminium lässt sich am einfachsten bearbeiten. Die Stähle V2A und V4A sind aufgrund ihrer hohen Zähigkeit schwerer zu bearbeiten, was die Fertigung teurer macht. Technische Kunststoffe wie POM oder PA sind gut zerspanbar, biegen sich aber leicht weg, was zusätzliche Vorrichtungen erforderlich machen kann.
  • Feine Strukturen und dünne Wandstärken unter 3 mm sind schwer herzustellen, da sich das Werkstück leicht durchbiegt. Der Aufwand um die Werkstücke zu spannen und die Vibrationsneigung bei der Fertigung steigt.